Zugrundelegende analytische Methoden

Landscape Analyse

Für jeden Bereich wird eine Analyse von bestehenden Strukturen, Inhalten, Akteuren, Best Practices und Erkenntnissen im Bereich Datenmanagement sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene erarbeitet.  Die Analyse wird parallel zu der Planung der Fachgespräche erstellt und ist Grundlage für ihre thematischen Verortnungen.

Gap Analyse

Innerhalb der Bereiche werden ausgehend von der Landscape Analyse und den in den Fachgesprächen erarbeiteten Themenklomplexen Gap Analysen erstellt, die Desiderate für das Datenmanagement beschreiben. Ergebnis dieser Analyse werden konkrete Handlungsempfehlungen sein.

Fachgespräche

Für die inhaltliche Aufbereitung der vier Themen-Säulen Wissenschaft, Public Sector, Wirtschaft und Qualifizierung wird das flexible Instrument ‘Fachgespräch’ genutzt. Pro Thema werden drei Fachgespräche mit jeweils ca. 20 Teilnehmer*innen durchgeführt. Diese Gruppengröße soll einen intensiven Austausch sicherstellen sowie im Zusammenspiel mit parallel zu erarbeitenden Landscape- und Gap-Analysen zu konkreten Folge-Themen für die weiteren Fachgespräche führen. Grundsätzlich wird in allen geplanten Fachgesprächen der Prozess der FAIRification aus der Perspektive der jeweiligen Akteursgruppe analysiert und es wird nach Bedarfen und Unterstützungsmöglichkeiten gefragt, um die Produktion und Nachnutzung von Daten interoperabler, effizienter und effektiver zu
gestalten.

Die Struktur der Fachgespräche gestaltet sich wie folgt:

  1. Drei Fachgespräche pro Themen-Säule werden abgehalten, jeweils ergänzt durch einen Report (R), der eine Landscape- und Gap-Analyse mit Handlungsempfehlungen sowie konkreten kurz-, mittel- undlangfristigen Ziele beinhaltet.
  2. Das jeweils erste Fachgespräch in den vier Themen-Säulen wird bereits im Vorfeld thematisch spezifiziert, Themen der zweiten und dritten Fachgespräche werden wesentlich durch die Ergebnisse der vorhergehenden Gespräche, aber auch unter Berücksichtigung der aktuellen Diskussionen, internationalen Entwicklungen, nationaler Bedarfe etc. festgelegt.
  3. Die Ergebnisse der Fachgespräche werden dokumentiert, über die Publikations- und Interaktionsplattform EcoDM veröffentlich und können dort von weiteren Interessierten in einem “open annotation Verfahren” ergänzt und diskutiert werden. Damit werden die Diskussionen, Analysen und Handlungsempfehlungen aus den einzelnen Themen-Säulen der interessierten Öffentlichkeit nicht nur zugänglich gemacht, es wird auch die Einbeziehung des Inputs von an den Fachgesprächen nicht unmittelbar Beteiligten ermöglicht. So soll sichergestellt werden, dass spezifische Aspekte und Bedarfe auch im Nachgang eines Fachgesprächs berücksichtigt werden können. Ebenfalls können so Themenvorschläge für nachfolgende Fachgespräch generiert werden.

Diese Methode erlaubt es, der dynamischen Entwicklung des Diskurses zum Thema FAIRes Datenmanagement bzw. Nachnutzung von Daten gerecht werden zu können. Insbesondere durch die Auswahl der Expert*innen, die zu den Fachgesprächen eingeladen werden, kann auf die aktuelle Entwicklung der einschlägigen Diskurse reagiert und können Wissenslücken bzw. spezifische Erkenntnisinteressen adressiert werden.