Bericht von Henrieke Walter, SUB Göttingen

(Zwischenüberschriften und Hervorhebungen sind redaktionelle Überarbeitungen)

Einheitlicher Umgang mit Forschungsdaten: Wunsch und Wirklichkeit

Die diesjährige RDA-Tagung stand ganz im Zeichen des einheitlichen Umgangs mit Forschungsdaten. Hierfür wurden erstmalig vier verschiedene Workshop-Tracks angeboten, die sich mit unterschiedlichen Aspekten des Forschungsdatenmanagements befassten.

Im Project-Track beispielsweise wurden verschiedene Projekte und Initiativen über alle Disziplinen hinweg vorgestellt und deren Herangehensweise an das Management von Forschungsdaten analysiert. Hierbei wurde schnell klar, dass jede Disziplin, gar jedes Unternehmen mit unterschiedlichen Tools arbeitet und andere Herangehensweisen erprobt. Dies mag in erster Linie an den verschiedenen Herausforderungen liegen, die an die Forschungsdaten gestellt werden, und sicherlich auch an deren schieren Menge und Komplexität.

Darüber hinaus ist aber auch deutlich geworden, dass die Beschaffung der Daten, manchmal von externen Unternehmen, zu einer in sich geschlossenen Herausforderung werden kann und nicht zu unterschätzen ist. Eine Vereinheitlichung der verschiedenen Vorgehensweisen, zumindest innerhalb einer Disziplin, erscheint hier als ein erstrebenswerter Wunsch. Allerdings braucht es hierfür wahrscheinlich noch viele Jahre und viele Best Practice-Beispiele, damit die Forschungsdatenlandschaft eine gemeinsame Sprache spricht.

In einem sind sich aber alle Vertreter der RDA-Tagung einig: Forschungsdatenmanagement steht am Anfang jeder wissenschaftlichen Arbeit und ist essentiell für den Erfolg und die Validität des Projektes.

Häufig wird dieser Teil des Projektes monetär nicht gewürdigt, worunter die Datenanalyse leiden kann. Es bedarf weiterhin mehr Sensibilisierung bezüglich dieses Themas, und hierfür hat die RDA, auch über die Tagung hinaus, durch ihr Communitybuilding, eine wichtige Aufgabe übernommen.